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Südpolenreise
01.10.2005
– 09.10.2005
Reiseeindrücke
von Fritz Köhler
Es war schon
spannend: die „Südpolenreise“ der Europa Union und des Kulturamtes
der Stadt Haan. Galt es doch, 2890 km im modernen Flock-Reisebus zurückzulegen. |
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Dobrodzien
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Dresden
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Kreisau
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Nach einer
Stadtbesichtigung und Übernachtung in Dresden, einem Zwischenstopp
am nächsten Tag in Hirschberg und der europäischen Begegnungsstätte
Kreisau
(Sitz des Kreisauer Kreises) wurden wir wohlbehalten am Abend in der polnischen
Stadt Dobrodzien (Guttentag) herzlich in Empfang genommen.

Welche Gastfreundschaft
schlug unserer Gruppe entgegen! Keine Probleme bei der Unterbringung –
jeder fühlte sich gleich wie zu Hause.
Eine besondere
Überraschung hielt die Kulturausschussvorsitzende Marlene Altmann
für die Gruppe bereit. War sie noch bei der Abfahrt des Reisebusses
in Haan anwesend, um ein von ihr gestiftetes Bewegungsgerät für
das Altenheim in Dobrodzien mit auf den Weg zu geben, so stand sie zusammen
mit den Freunden aus Dobrodzien wiederum bei der Begrüßung der
Gruppe bereit – der Zug war halt schneller.
Die
Bürgermeisterin Lydia Kothny sowie der Stadtverordneten- vorsteher
Joachim Kiwic hatten für uns einen speziellen Tag in Dobrodzien vorbereitet:
Ein Empfang im Rathaus, der Besuch einer Möbelfirma, die Besichtigung
einer neuen Sporthalle und weiterer Möbelfabriken standen in dieser
Tischlerstadt ebenso auf dem Programm wie eine Einladung zum Mittagessen.
Später
folgte ein stimmungsvoller deutsch-polnischer Begegnungsabend, zu dem wir
alle Gastgeber und Freunde eingeladen hatten.

Von Dobrodzien
aus starteten wir am Dienstag nach Oppeln:
Dort wird der
Besuch des Diözesanmuseums unvergessen bleiben, war es doch
Dr. Peter Maniurka, der Kunstwissenschaftler und Theologe, der uns „sein“
Museum zeigte. Er, der in Haan und Dobrodzien kein Unbekannter ist, freute
sich, sein Wissen den Leuten aus seiner zweiten Heimat (in Haan lebt seine
Schwester, sein Vater ist dort begraben) weitergeben zu können.
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Ein weiterer
Tagesausflug führte uns nach Breslau, wo uns der örtliche
Reiseleiter seine Liebe für seine Heimatstadt eindeutig vermitteln
konnte. |
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Hier begegneten
wir auch dem inzwischen zum Präsidenten gewählten Oberbürgermeister
Warschaus,
Lech Kaczynski,
beim Wahlkampf. |
Am Donnerstag
galt es Abschiednehmen von Dobrodzien, um die Weiterreise nach Krakau anzutreten.
Herzlich wurden wir von den Freunden aus Dobrodzien verabschiedet. Als
kleines Dankeschön für die freundliche Aufnahme sammelte die
Reisegruppe 300 Euro zugunsten des dortigen Altenheims.
Krakau
– welch wunderschöne Stadt! Welche Kirchen und Kunstgeschichte gibt
es hier zu bewundern! Am Freitag besichtigten wir zunächst von Krakau
aus das Salzbergwerk Wieliczka. Weiter ging es nach Auschwitz, wo
wir uns mit der deutschen Nazi-Vergangenheit in Polen auseinandersetzten.
Welche perfide Organisation von Massenmord!
Unter der Leitung
von Klaus Nilgen, stellvertretender Vorsitzender der Europa-Union Haan,
und Kulturamtsleiter Fritz Köhler, der viel aus seinen persönlichen
Erfahrungen mit den Städtepartnerschaften zum Programm beitragen konnte,
gingen 9 erlebnisreiche Tage bei herrlichem Herbstwetter für die 40-köpfige
Gruppe zu Ende.

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